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  • Judenverfolgung (Austausch der üblichen Bedeutung durch "harmloseren" Link)
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Zur ErinnerungBearbeiten

Gedenken an die verfolgten Homosexuellen in der NS-Zeit

Berlin, 3. Juni 2018


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält eine Ansprache beim Festakt "Zehn Jahre Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" in Berlin


"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Dieser Satz steht für uns Deutsche ganz am Anfang. Es ist der erste Satz im ersten Artikel unserer Verfassung. Ein Satz, formuliert als Bollwerk gegen die Unmenschlichkeit. Dafür gab es wahrlich Grund. Denn die Würde des Menschen war angetastet, geleugnet und verletzt worden – mit System und mit staatlichen Mitteln der Erniedrigung, Verfolgung, Folter und Mord, in den Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Deutsche haben millionenfach in Deutschland und in ganz Europa Menschen verschleppt und ermordet. Deutsche haben ganze Länder und Landstriche verwüstet und dabei tiefe Wunden im Gesicht Europas hinterlassen. Unser Land hat in diesen zwölf Jahren schwere Schuld auf sich geladen. Und wer heute den einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, kleinredet oder relativiert, der verhöhnt nicht nur die Millionen Opfer, sondern der will ganz bewusst alte Wunden aufreißen und sät neuen Hass. Dem müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen.